Jahreshauptversammlung 2013

Auch im Jubiläumsjahr gab es für den Tierschutzverein in der SG Hattorf viel zu tun

Hattorf (pb). Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins in der Samtgemeinde Hattorf stand zwar das Jubiläumsfest sowie die Zahl und Art der Tiere, welche in der Tierauffangstation aufgenommen oder vermittelt wurden. Mit dem Besuch von Oberkommissar Michael Berninger gab es aber auch eine Premiere.

Bislang habe es nie terminlich gepasst, das er oder sein Kollege, Armin Schreiber, an einer JHV teilnehmen können. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass es diesmal geklappt habe, und er sparte nicht mit Worten des Dankes und der Anerkennung. Letztendlich werde der Tierschutzverein nicht erst dann aktiv, wenn er um Rat und Unterstützung gebeten wird. Er mache sich auch stark für herrenlose Tiere. Außerdem könne man sich bei Rettungsaktionen wie beispielsweise im Auekrug auf ihn verlassen. Tierschutz stünde letztendlich schon im Grundgesetz, Artikel 20. Berninger mahnte an, dass jeder, der sich ein Tier anschaffen möchte, vorerst erst mal überlegen sollte, ob der die Grundrechte dieses Geschöpfes erfüllen kann. Denn bei der Anschaffung werde auch gleichzeitig Verantwortung übernommen. Abschließend versicherte der Gast, dass er stolz sein, dass es Menschen wie die gibt, welche im Tierschutzverein in der Samtgemeinde Hattorf aktiv sind.

Nach diesem Grußwort ging die erste Vorsitzende, Adalies Drettwan, während der gut besuchten Versammlung im Landgasthaus Trüter auf die Geschichte der Hunde, Katzen, Kaninchen, Hähne und Vögel ein. 2012 wurden von den18 Fund- und den acht Abgabekatzen 22 in neue Familien vermittelt. Die Besitzer der beiden Fundhunde sind ausfindig gemacht worden, für den aus Allergiegründen abgebenen besten Freund des Menschen wurde ebenfalls ein gutes Zuhause entdeckt. Die beiden Hähne konnten gleichfalls vermittelt werden. Außerdem waren in der Tierauffangstation fünf Pensionskatzen und zwei Pensionskaninchen zu verbuchen gewesen.

In der Station hat außerdem Werner Gaube Gehwegplatten für die Menschen verlegt und im Katzenaußengehege Sitzgelegenheiten für die Dachhasen gefertigt.

In diesem Jahr waren bereits 21 Fund- und zehn Abgabekatzen zu verzeichnen gewesen, wovon 22 vermittelt werden konnten. Das eine Zwergkaninchen, welches vor einem Bauern-Hof gefunden wurde, hat ebenso einen neuen Besitzer erhalten, wie vier der insgesamt sechs Fund- und Abgabehunde. Ein Hund ist wieder in seinem Zuhause, Gleiches gilt für einen Nymphensittich. Nur der singfreudige Kanarienvogel wird anscheinenden von niemandem vermisst. Außerdem wurden vier Pensionskatzen und zwei Pensionshunde betreut.

Das Highlight dieses Jahres sei aber das Hoffest gewesen, welches anlässlich des 25jährigen Bestehens des Tierschutzvereins und des 20jährigen Bestehens der Tierauffangstation bei Familie Kopperschmidt ausgerichtet wurde und auf so großen Anklang gestoßen war, dass es keine „Eintagsfliege“ bleiben soll.

Bevor mittels einer von der zweiten Vorsitzenden, Nicole Barke, angelegten und von Hans-Peter Siegert vorgeführten Bildergalerie noch einmal in den bunten und erlebnisreichen Jubiläumsnachmittag „abgetaucht“ wurde, wurde der Entschluss gefasst, wieder eine Ferienpassaktion auf die Beine zu stellen. Wenn alles klappt, wird dazu am 9. August auf den Kopperschmidtschen Hof geladen.

Oberkommissar Michael Berninger sparte nicht mit Worten des Lobes und der Anerkennung.

Bei der JHV stand das Jubiläumsfest des Tierschutzvereins im Mittelpunkt. Fotos: Bordfeld