Hattorfer Tierauffangstation wird neu errichtet

19. April 2017

Der Tierschutzverein in der Samtgemeinde Hattorf , der vor 30 Jahren aus der Taufe gehoben wurde, wird zwar die an der Oderstraße gelegene, fast 25 Jahre alte Tierauffangstation schließen, aber in absehbarer Zeit eine neue, wesentlich größere Einrichtung dieser Art ganz in der Nähe  eröffnen. Diesen Beschluss fasste eine sehr große Mehrheit der stimmberichtigen Teilnehmer der außerordentlichen Mitgliederversammlung, zu welcher der Vorstand geladen hatte. Zuvor hatte der stellv. Samtgemeindebürgermeister Henning Kruse versichert, dass die Samtgemeinde für die erforderliche Zaunlange die gesamten Anschaffungs- und Errichtungskosten übernehmen wird

Nachdem die erste Vorsitzende, Adalies Drettwan, alle Tierfreunde begrüßt hatte, zu denen übrigens auch Hattorfs stellvertretende Bürgermeisterin Hannelore Gropengießer zählte, ließ sie kurz die vom Ehrenamt getragene Geschichte des Vereins und der Station Revue passieren, um dann Henning Kruse das Wort zu erteilen.

Der zeigte sich überwältigt von dem großen  Zuspruch, der dem Tierschutzverein allein bei dieser Zusammenkunft entgegengebracht wurde. Er dankte dem Tierschutzverein für seine immerwährende ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohlergehen der Tiere.

Es müsse und werde auch mit Hilfe der Samtgemeinde weitergehen. Momentan sieht es zwar so aus, dass  der von Samtgemeindebürgermeister Rolf Hellwig angestrebte Erwerb eines Grundstückes leider nicht geklappt hat. Der Abschluss eines neuen, langfristigen Pachtvertrages für ein Gelände, dass in der Nähe des Sportplatzes gelegen ist, steht allerdings kurz vor dem Abschluss.

In jedem Falle sei sich der Rat der Samtgemeinde einig, dem Tierschutzverein beim Umzug volle Unterstützung zukommen zu lassen, so Henning Kruse. Eigens dafür werde der Bauhof abgestellt. In jedem Fall werden nach der Vertragsunterzeichnung und Begehung des neuen Tierauffangstationsgeländes die Ausschreibungen für die Zaunanlage erfolgen. Denn erst, wenn der steht, kann mit der Errichtung der neuen Anlage begonnen werden.

Dazu ließ Adalies Drettwan durchblicken, dass die Katzenanlage, die im Innenbereich auch schon große Zweifler überzeugt hat, allerdings nicht mitgenommen werden kann. Die beiden Gerätehäuser dahingegen können einen Umzug überstehen. Sie sind für die Hundezwinger eingeplant, welche die gesetzlich vorgeschriebene Größe erhalten werden. Für die neuen Katzendomizile sind auch schon einige Ideen zusammengetragen worden.  Außerdem haben sich schon viele Bürger, aus der Samtgemeinde Hattorf und über deren Grenzen hinaus, ihre Hilfe angeboten. In jedem Falle, so die erste Vorsitzende, habe der Verein mit dem Wissen, dass ein Umzug anstehen wird, sparsam gewirtschaftet und im Außenbereich keine Neuerungen angestrebt.  „Außerdem sind wir keine Gartenbauanlage“.

Fest steht erfreulicher Weise, dass durch die neue Lage in  Richtung Oder und Sportplatzt, die Möglichkeit genutzt wird, vom Trailplatz Wasser und Strom zu beziehen. Auch die Müllabfuhr wird geregelt.

Übriges machte Adalies Drettwan mit dem Verlesen der 2014 neu gefassten Vereinbarung zwischen dem Tierschutzverein und der Samtgemeinde Hattorf deutlich, dass diese fest hinter dem Verein und damit die Kooperation auf festen Füßen steht. Denn darin sind in sechs Punkten Vereinbarungen, Verpflichtungen und Kostenübernahmen genau geregelt.

Wer dem Tierschutzverein beim Umzug und der Neuerrichtung finanziell, materiell oder mit Körpereinsatz helfen möchte, der sollte entweder mal auf die Homepage www.Tierschutz-Hattorf.de schauen, folgende Telefonnummern anwählen (05584-1391 und 05584-1734) oder sich die Bankverbindung aufschreiben: Sparkasse Osterode am Harz, IBAN: DE06 2635 1015 0005 0083 13:

„Wir schaffen es“, mit diesen drei von Überzeugung getragenen Worten schloss die Vorsitzende die Versammlung. Man wird sich übrigens wieder treffen, wenn der Verlauf des neuen Geländes in Augenschein genommen oder die Zaunanlage errichtet wurde. Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.


Foto: Petra Bordfeld

Adalies Drettwan (rechts) Henning Kruse, Resi Berkefeld (links) und Doris Wiggenhauser schauen sich das Gelände an, wo die neue Tierauffangstation in Hattorf errichtet werden soll.